location: Houston, Texas
next stop: Leesville, LA

© 2004 Timo Kockert
  
The Diary


Sonntag, 14. März 2004 | Houston, Texas | GMT-6

Da ist er endlich. Der erste Eintrag aus den Staaten! Hat doch nen bissel länger gedauert, als ich gehofft hatte.
Nach einer sehr langen Reise (wir mussten erst noch ne ganze Weile in Philadelphia auf unseren Anschlussflug warten), sind wir schließlich in New Orleans gelandet. Diesmal war der Temperaturunterschied von drinnen nach draußen leider nicht so groß, aber man merkt trotzdem die höhere Luftfeuchtigkeit. Naja, in Arizona und Nevada wird es bestimmt noch wärmer. Vom Flughafen sind wir mit nem Mietwagen Richtung Downtown gefahren und damit began unsere Odysee. Corey hatte geschickterweise übers Internet bereits ein Hotel günstiges Hotel gebucht. Leider stellte sich heraus, dass dieses Hotel mitten im Ghetto von New Orleans liegt. Wirklich keine schöne Gegend. Und sicher fühlt man sich da auch nicht. Kaum waren wir aus unserem Auto ausgestiegen, als auch schon der erste Farbige zu uns kam und anfing uns zuzulabern. Er meinte, er wüsste genau, wo ich meine Schuhe gekauft habe. Das ist nen Spiel, dass auf eine Wette mit Gewinn für ihn hinauslaufen soll. Wir sind also schnell ins Hotel gegangen um festzustellen, dass an der Rezeption zwar ein Weißer arbeitet, die Zimmer aber alles andere als angenehm sind. Das war uns dann alles doch nicht geheuer und wir haben direkt wieder ausgecheckt. Aber findet mal spät abends nen Hotelzimmer in Downtown New Orleans. Alle großen Hotels (die wir uns eh nicht hätten leisten können, aber Corey wollte trotzdem mal nachfragen) waren komplett ausgebucht. Nachdem wir bestimmt ne Stunde durch New Orleans gelaufen sind, haben wir schließlich in einer Nebenstraße ein kleines aber feines Hotel mit einem freien Zimmer gefunden. Zimmer ist untertrieben, man könnte eher sagen Suite. Wohnzimmer mit kompletter Küche, Schlafzimmer mit großem Doppelbett, super Badezimmer, zwei Fernseher, zwei Telefone, Mikrowelle usw. Da ich die Nacht vor unserem Flug gerade mal drei Stunden geschlafen habe, wollte ich eigentlich direkt ins Bett fallen (es war auch immerhin schon ein Uhr morgens), aber wir sind dann doch noch ne Runde über die Bourbon Street gelaufen. Hat sich auch gelohnt. Nen Hurrican ist echt was feines und die Mädels waren auch nicht zu verachten. Vor allem diejenigen, die sich für diese ollen Halsketten nackig machen :-). Um halb fünf war ich dann endlich im Bett und um halb zehn mussten wir schon wieder aufstehen, da wir bis 10 Uhr auschecken mussten. War also nicht viel mit schlafen. Den Tag über sind wir durch New Orleans gelaufen und gegen 15 Uhr Richtung Houston, Texas losgefahren. Dummerweise wird in und um New Orleans gerade kräftig an der Interstate 10 gebaut, so dass wir Ewigkeiten gebraucht haben um erstmal aus der Stadt rauszukommen. Gegen 23 Uhr waren wir endlich in Downtown Houston, wo wir uns mit Matthew vor einem Club getroffen haben. Die nächsten vier Stunden haben wir dort drinnen verbracht (nur komische Musik und mickrige Technik, nicht wirklich mein Fall). Nach wieder nur fünf Stunden Schlaf sitz ich gerade hier in Matthews Apartment und schreibe diese Zeilen. Wenn ich damit fertig bin, geht es Richtung Leesville, Louisiana um Corey Mutter zu besuchen. Das nächste Update kommt dann wahrscheinlich aus Monroe, LA aus dem Haus von Coreys Onkel. Stay tuned!