whereabout: Laurel, MD
next stop: Chicago, IL
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The Diary
Mittwoch, 14. September 2005 | Laurel, MD | GMT-5
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Den Weg nach Washington, D.C. haben wir heute recht gut gefunden, da ich mir vorher alle möglichen Ausschnitte des Weges von maps.google.com kopiert habe. Ich brauche dringend mal ne offline Karte von den USA...
Unser Hotel ist nicht direkt in Washington, sondern ein bisschen außerhalb in einem Ort namens Laurel. Hier habe ich zum ersten Mal kein kostenloses kabelloses Internet, aber ich geh natürlich trotzdem gleich kurz online, um diesen Bericht hochzuladen ;-). Am lustigsten war es gestern, als wir irgendwo auf der Straße gehalten haben (in der Nähe von Häusern), weil ich meinen Laptop aus dem Kofferraum holen wollte, um etwas nachzuschauen. Mein tragbarer Gefährte meldete prompt, er habe mindestens ein Drahtlosnetzwerk gefunden (wie sich herausstellte, waren es fünf) und tatsächlich war direkt das erste offen und schwupst war ich online!
Aber zurück zum Thema: Da es wohl heute Nacht geregnet hat, war es den ganzen Tag über unglaublich schwül. Dementsprechend waren wir alle nicht allzu motiviert, durch die Gegend zu laufen. Wir haben uns aber trotzdem das Capitol angesehen (drinnen war es natürlich herrlich klimatisiert) und sind in die Spitze des Washington Monuments gefahren. Das Capitol war auch für mich etwas Neues. Zuerst mussten wir natürlich wieder durch einen Sicherheitscheck... man gewöhnt sich langsam daran. Das Innere ist recht imposant, sollte man mal gesehen haben. Washington ist im übrigen so angelegt, dass es in vier Teile zerfällt: Nordwesten, Nordosten, Südosten und Südwesten. Dementsprechend gibt es jede Adresse vier Mal, man muss sich also immer den Zusatz (NW, NE, SE oder SW) merken um zu wissen, in welchem Viertel man suchen muss. Die Mitte, also dort, wo sich alle vier Teile treffen, liegt genau im Capitol und ist durch einen Stern auf dem Boden markiert.
Im Washington Monument bin ich schon vor drei Jahren gewesen und eigentlich hat sich nicht viel verändert. Man fährt ruckzuck mit dem Fahrstuhl nach oben und kann von dort den interessanten Teil der Hauptstadt überblicken: Im Norden das Weiße Haus, im Osten das Capitol, im Westen der Reflecting Pool und dahinter das Lincoln Memorial und im Süden das Thomas Jefferson Memorial und dahinter der Potomac River. Im Reflecting Pool (durch den z.B. Forrest Gump bei der Hippie-Versammlung zu Jenny rennt) war diesmal mehr Wasser, dafür sah der Rasen ringsherum noch trauriger aus als damals. Beim Runterfahren wird der Fahrstuhl immer noch zwischendurch kurz langsamer und die Türen plötzlich durchsichtig, so dass man einen Blick ins Innere des Monuments werfen kann.
Danach hatten wir alle Hunger und keine Lust mehr zu Laufen und so sind wir zur nächsten U-Bahn-Station gegangen und von dort möglichst nah zu unserem Auto gefahren. U-Bahn fahren ist hier im Gegensatz zu New York City richtig angenehm. Die Bahnhöfe sind richtig groß und zumindest teilweise klimatisiert, die Bahnsteige sauber und die Schienen eben. Als wir unser Auto dann endlich gefunden hatten (wir haben uns von den vierfach vorkommenden Straßen ein wenig verwirren lassen), sind wir Richtung Hotel aufgebrochen und haben auf dem Weg in einem KFC / Pizza Hut Kombiladen gegessen. Ein paar Meter von unserem Hotel entfernt befindet sich ein recht großer Supermarkt und so konnten wir endlich mal ein bisschen Wasser für zwischendurch kaufen.
Morgen werden wir uns noch den Rest von Washington, D.C. anschauen und gegen Abend Richtung Chicago fahren. Die Fahrt dauert schätzungsweise 13 bis 14 Stunden und dementsprechend werden wir Freitag nicht allzu viel in Chicago unternehmen. Wir werden aber noch zwei Tage bleiben und uns anschließend nach Detroit aufmachen.
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ein Blick vom Capitol über The Mall bis zum Washington Monument

das Weiße Haus von der Spitze des Washington Monuments

der Reflecting Pool mit dem Lincoln Memorial am hinteren Ende
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