whereabout: Glen Ellyn, IL
next stop: Detroit, MI
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The Diary
Freitag, 16. September 2005 | Glen Ellyn, IL | GMT-6
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Nach einer langen Nacht auf der Interstate sind wir heute morgen gegen 7 Uhr Ortszeit (GMT-7 +1h Sommerzeit) - eigentlich viel zu früh - in Chicago bzw. an unserem Hotel in Glen Ellyn angekommen.
Den gestrigen Tag haben wir noch in Washington, D.C. verbracht. Wir wollten uns eigentlich das Weiße Haus von innen angucken, mussten aber feststellen, dass man dafür sechs Monate im voraus Karten besorgen muss. Also sind wir nur kurz dran vorbeigelaufen und danach ins Holocaust Museum gegangen. Anschließend haben wir noch eine Memorial Runde gedreht (Thomas Jefferson Memorial, Franklin Delano Roosevelt Memorial, Abraham Lincoln Memorial, Vietnam Veteran Memorial und World War II Memorial) und sind schließlich zu unserem Auto zurückgelaufen. Die Memorials sind teilweise schon ziemlich krass. Das Franklin D. Roosevelt Memorial z. B. besteht aus mehreren Wasserfällen, die aus riesigen, meist quaderförmigen Steinen gebaut wurden, und nimmt scheinbar überhaupt kein Ende. Das Vietnam Veteran Memorial ist quasi nur eine ziemlich lange aber trotzdem eindrucksvolle Wand, auf der 58.132 Namen stehen.
Autofahren ist hier im übrigen lange nicht mehr so günstig, wie es einmal war. Die Benzinpreise sind nämlich massiv gestiegen. Eine Gallone Normalbenzin kostet mittlerweile zwischen $2,80 und $3,20 (2002 haben wir in Louisiana gerade mal $1,40 gezahlt). Das sind zwar umgerechnet immer noch weniger als 0,70 € pro Liter, aber ich hatte mich eigentlich auf günstigeres Tanken eingestellt. Dazu kommt noch die Maut. Wir mussten allein auf der Fahrt von Washington nach Chicago ungefähr 25 Dollar Gebühren bezahlen. Außerdem ist unser Wagen nicht gerade spritsparend. Obwohl wir (aufgrund der Geschwindigkeitsbegrenzung) immer nur maximal 120 km/h fahren, schluckt unser Gefährt gute 9 Liter auf 100 km. In der Stadt ist der Verbrauch natürlich noch einiges höher. Das liegt auch daran, dass die Amerikaner sowas wie eine grüne Welle wohl nicht kennen. Wozu auch, da müsste man ja nachdenken. Es ist doch viel einfacher, immer abwechselnd Quer- und Längsstraßen auf grün zu schalten. Und um den Benzinverbrauch macht man sich hier eh keine Gedanken. Jedenfalls muss man an jeder zweiten oder dritten Kreuzung halten, ziemlich nervig.
Wie gesagt, gegen 7 Uhr morgens sind wir an unserem Hotel angekommen, eigentlich viel zu früh um einzuchecken. Aber glücklicherweise durften wir doch schon auf unsere Zimmer und da offensichtlich nur noch ein "normaler" Raum frei war, haben meine Schwester und ich eine kleine Suite bekommen! So richtig mit Wohn- und Schlafzimmer sowie Küche. Da wir alle nach der Nacht im Auto ziemlich fertig waren, haben wir uns erst mal nen paar Stunden aufs Ohr gehauen und sind gegen 11 Uhr frühstücken gefahren. Wir waren in einem netten Pancake House und haben uns ordentlich vollgefressen.
Anschließend ging es per Auto nach Chicago. Wir hatten eigentlich vor, uns heute am Strand auszuruhen, aber da es recht kühl (nur ca. 20°C) und wolkig war, sind wir doch nur durch die Stadt gelaufen. Chicago gefällt mir immer noch sehr gut: viele interessante Hochhäuser, der Lake Michigan liegt direkt vor der Tür und außerdem ist die Stadt relativ sauber. Zuerst sind wir auf den Sears Tower gefahren und haben uns Chicago von weit oben angesehen. Es war zwar wie gesagt recht wolkig heute, aber dafür war es erstaunlich klar. Den Rest des Tages sind wir noch ein wenig durch Chicago gewandert und haben einen der kostenlosen Trolleys ausprobiert.
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das Weiße Haus

das Washington Monument

das Vietnam Veteran Memorial
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