whereabout: Baltimore, MD
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The Diary


Samstag, 01. Oktober 2005 | Baltimore, Maryland | GMT-5
Philadelphia habe ich nun zum dritten Mal besucht, deswegen werde ich mich kurz fassen. Von unserem Hotel sind wir per Auto in die City gefahren, haben nach ner Weile suchen sogar ein günstiges Parkhaus gefunden und uns von dort zu Fuß auf den Weg gemacht. Als erstes ein kurzer Besuch im Visitor Center, danach zur Liberty Bell, anschließend in die Independence Hall. Wir sind dann noch ein wenig durch die Stadt gewandert, haben auf der South Street ziemlich lecker gegessen und schließlich unser Auto gesucht, da wir uns dummerweise nicht genau die Straße gemerkt hatten, auf der das recht kleine Parkhaus liegt. Wir haben unser Gefährt aber doch schnell wiedergefunden und uns auf den Weg nach Atlantic City gemacht.

Atlantic City war leider ein Reinfall. Zur Erklärung: diese Stadt am Atlantik lebt nur vom Glücksspiel. Das ist für meinen Geschmack eigentlich genau das richtige, denn Las Vegas gehört wie bereits erwähnt zu meinen Lieblingsstädten. Aber in Las Vegas ist auch richtig was los, die Straßen und Casinos sind voll mit Leuten, fast jeder imposante Bau bietet eine (mehr oder weniger) interessante Show und es gibt haufenweise Clubs und Diskos. In Atlantic City dagegen war gestern trotz Wochenende gar nichts los. Da es aber eben Freitag war durften wir für unser bescheidenes Zimmer in einem Super 8 Motel ganz schön viel zahlen.

Atlantic City hat im übrigen den Boardwalk erfunden, einen etwas erhöhten und vor allem nicht sandigen Weg am Strand entlang. Diesen sind wir gestern Abend entlang gelaufen, voller Erwartung auf ein reges Nachtleben. Aber es war wie gesagt kaum was los. Ein Casino reiht sich ans nächste und drinnen findet man auch recht viele Leute an diversen Tischen und Spielautomaten, allerdings überhaupt nicht zu vergleichen mit Las Vegas. Die Bauten waren auch nicht wirklich eindrucksvoll, zwar groß und nachts natürlich hell erleuchtet, aber eben nicht so schön wie in Las Vegas.

Wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Glücksspielerlaubnis hat Atlantic City ein seltsames Steuermodell. Auf Essen und Kleidung ist z.B. gar keine Steuer, dafür auf Hotels gleich 13% (zum Vergleich: in New York City ist meines Wissen auf alles ungefähr 8,6%). Da es in der Stadt neben den Casinos auch ein paar nette Outlet Stores gibt, bietet es sich quasi an, ein bissel shoppen zu gehen. Das haben Burkhard und ich heute morgen auch recht ausgiebig getan.

Anschließend ging es mit unserem grandiosen Gefährt Richtung Baltimore. A propos: wir haben einen Pontiac Grand Prix mit sage und schreibe 200 PS und 3,8l Motor! Der geht ziemlich gut ab. Da Interstates eher langweilig sind, hat Burkhard mal ne etwas interessantere Route ausgesucht. Da wir außerdem eine Navigationssoftware haben, kann man sich bei den vielen kleineren Straßen auch nicht verfahren. Nun sitzen wir gerade in Baltimore in einem sehr komfortablen Best Western Hotel und werden gleich mal das Nachtleben in der Stadt erkunden.